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DAX kaufen: Wie du den deutschen Leitindex richtig in dein Depot holst

Erik Freutel, Wirtschaftsmathematiker & Trader seit 2012

Zuletzt überprüft am 8. Februar 2026

DAX kaufen: Wie du den deutschen Leitindex richtig in dein Depot holst

Wenn du in Deutschland mit dem Trading beginnst, ist die erste Frage meistens: Wie kann ich den DAX kaufen? Er ist unser Heimatmarkt, er bietet tägliche Volatilität und damit unzählige Chancen. Aber Vorsicht: Viele Anfänger machen den Fehler und kaufen „einfach mal“, ohne zu verstehen, welches Instrument sie eigentlich gerade in der Hand halten.

In diesem Guide zeige ich dir, wie du den DAX professionell kaufst, welche Wege für dein Konto wirklich Sinn ergeben und worauf du bei der Analyse achten musst.

Kann man den DAX eigentlich direkt kaufen?

Rein technisch gesehen: Nein. Der DAX ist ein Index – eine mathematische Kennzahl, die die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands abbildet. Es gibt keine „Aktie“, die DAX heißt.

Wenn du den DAX kaufen willst, musst du auf Finanzinstrumente zurückgreifen, die den Index abbilden. Je nach deinem Ziel – ob langfristiger Vermögensaufbau oder schnelles Daytrading – unterscheiden sich diese Wege gewaltig.

Die 3 besten Wege, wenn du den DAX kaufen willst

1. DAX-ETFs: Die Lösung für langfristige Investoren

Wenn du den DAX kaufen und über Jahre halten willst, sind Exchange Traded Funds (ETFs) dein Werkzeug.

  • Was das ist: Ein börsengehandelter Fonds, der die 40 DAX-Unternehmen 1:1 nachbildet.
  • Der Vorteil: Es ist der günstigste Weg. Du kaufst mit einer Transaktion den gesamten deutschen Markt.
  • Der Haken: Für aktives Daytrading sind ETFs zu träge. Du hast keinen Hebel und kannst nicht auf fallende Kurse setzen.

2. DAX-CFDs: Die erste Wahl für Daytrader

Wenn du den DAX kaufen (oder verkaufen) willst, um von kurzfristigen Kursschwankungen zu profitieren, sind CFDs (Contracts for Difference) der Standard.

  • Was das ist: Ein Differenzkontrakt. Du profitierst von der Kursdifferenz zwischen Kauf und Verkauf, ohne die Aktien physisch zu besitzen.
  • Der Vorteil: Du kannst mit einem Hebel arbeiten. Das heißt, du kannst mehr Kapital bewegen, als du eigentlich auf dem Konto hast. Zudem kannst du auch bei fallenden Kursen Gewinne machen (Short gehen).
  • Der Fokus: Ideal für Scalping und Daytrading, solange du dein Risiko strikt begrenzt.

3. DAX-Futures: Wo die Profis den DAX kaufen

Der FDAX (DAX-Future) an der Terminbörse EUREX ist die Königsklasse des Tradings.

  • Was das ist: Ein standardisierter Terminkontrakt. Hier handeln die großen Banken und Hedgefonds.
  • Der Vorteil: Absolute Transparenz. Du siehst im Orderbuch genau, wie viel Volumen zu welchem Preis im Markt liegt.
  • Der Haken: Nichts für kleine Konten. Ein „großer“ DAX-Future bewegt pro Punkt 25 Euro. Wer hier den DAX kauft, braucht ein dickes Fell und ein entsprechendes Konto.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um den DAX zu kaufen?

Timing ist im DAX alles. Da der Index von Schwergewichten wie SAP, Siemens oder Allianz abhängt, ist die Liquidität dann am höchsten, wenn die Frankfurter Börse (XETRA) offen ist.

  • Die Kernzeit: 09:00 bis 17:30 Uhr MEZ.
  • Die „Hot Zones“: Die erste Stunde nach der Eröffnung (09:00 – 10:00 Uhr) und die Eröffnung der US-Börsen ab 15:30 Uhr.
  • Insider-Regel: In der Mittagspause zwischen 12:00 und 14:00 Uhr solltest du vorsichtig sein. Das Volumen sinkt und der Index neigt zu „Fake-Ausbrüchen“.

Analyse-Checkliste: Bevor du den DAX kaufst

Der DAX bewegt sich selten allein. Bevor du auf den Kaufen-Button drückst, checke diese drei Faktoren:

  1. Der US-Markt: Wenn der S&P 500 oder der Nasdaq fallen, wird es der DAX schwer haben zu steigen.
  2. Der Euro-Kurs: Ein schwacher Euro ist oft gut für unsere Export-Riesen im DAX.
  3. Wirtschaftsdaten: Achte auf den Wirtschaftskalender. Zinsentscheide der EZB oder die ZEW-Konjunkturerwartungen können den Kurs in Sekunden um 100 Punkte bewegen.

Mein Fazit für dich

Den DAX kaufen kann jeder – ihn profitabel zu handeln, ist das Ziel. Für den Start ist ein seriöser CFD-Broker oft der beste Kompromiss zwischen Flexibilität und Kapitalbedarf. Aber egal welches Instrument du nutzt: Ohne einen klaren Plan und einen Stop-Loss wirst du am Markt nicht überleben.

Willst du lernen, wie du den perfekten Zeitpunkt findest, um den DAX zu kaufen? In meinem Traden lernen Guide zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Markt liest.

Erik Freutel

Mein Name ist Erik Freutel, Gründer von InsideTrading.de. Hier schreibe ich als Börsenbegeisterter über meine Erfahrungen als Trader, Investor und Wirtschaftsmathematiker.

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